Mikroabenteuer – draußen übernachten in der Hängematte

Sobald du aus der Tür trittst, liegt der schwerste Teil hinter dir

Diese Aussage aus dem Buch Mikroabenteuer von Christo Foerster kann ich nur bestätigen. Inspiriert von seinem Buch wollten wir zum ersten Mal draußen in der Natur unter freiem Himmel schlafen. Bevor es allerdings losging, kamen uns immer wieder Gedanken mit Ausreden, warum wir nicht doch einfach zuhause in unserem gemütlichen Bett schlafen sollten. Aber das zählt nicht. Wir haben uns das vorgenommen, also Komfortzone verlassen und raus und machen!

Einblicke in unser Mikroabenteuer draußen übernachten

Wie unser erster Overnighter verlief und was wir alles eingepackt haben, könnt ihr hier nachlesen.

1. Was einpacken?

Wir haben uns für eine Hängematte entschieden. Damit fühlten wir uns einfach sicherer, wenn wir nicht direkt auf dem Boden schlafen. Zum Abendessen hatten wir Brote dabei. Zum Frühstück gab es Porridge, da wir den Gaskocher unbedingt ausprobieren wollten. Das haben wir sonst noch eingepackt:

  • Hängematte
  • Schlafsack
  • Trinken
  • Essen (Abendessen & Frühstück)
  • Gaskocher
  • Zahnbürsten & Zahnpasta
  • Mütze

2. Warum draußen übernachten?

Für uns war klar, dass wir das Übernachten unter freiem Himmel einfach mal ausprobieren wollten. Auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz kam uns aber der Gedanke, dass sich bestimmt die ein oder andere Person fragt, der wir von unserem Erlebnis erzählen, warum wir das machen. Daher einige Gründe, die für uns für das Mikroabenteuer sprachen.

  • Komfortzone und Alltag verlassen
  • Einfaches und günstiges Abenteuer vor der Haustür
  • Herausforderung und Spaß erleben
  • Angst in Mut umwandeln
  • Unter freiem Himmel sein
  • Frische Luft und Natur genießen
  • Freiheitsgefühl erleben
  • Schöne Erinnerung schaffen

3. Wo übernachten?

Prinzipiell gilt in Deutschland das Zeltverbot in freier Natur. Im Schlafsack auf einer Isomatte oder in einer Hängematte zu liegen ist aber nicht explizit verboten, selbst ein Regenschutz wie ein Tarp oder Biwaksack ist es nicht. Daher sind wir abends einfach losgezogen und haben uns spontan für eine versteckte Stelle am Waldrand entschieden. Fern von Futterstellen, um die Tiere nicht zu stören.

4. Wie verlief die Nacht?

Nachdem wir eine geeignete Stelle für unsere Hängematte gefunden haben, bereiteten wir unseren Schlafplatz vor. Das Probeliegen fühlte sich eigentlich recht bequem an. Bevor es allerdings Schlafenszeit war, machten wir es uns noch auf dem Boden bequem und ratschten. Als es dunkel wurde, verkrochen wir uns in unsere Schlafsäcke. Es dauerte eine Weile bis wir einschlafen konnten, die Aufregung war immer noch zu hoch. In der Nacht wurden wir des Öfteren wach, entweder war die Liegeposition unbequem oder ein andermal sägte mitten in der Nacht jemand Holz. Nichtsdestotrotz sind wir uns einig, dass sich die Nacht draußen in der Hängematte gelohnt hat und wir nun um eine Erfahrung reicher sind.

Es war ein aufregendes Erlebnis inmitten der Natur, das wir so schnell nicht vergessen werden.

5 Gründe für eine Wanderung früh aufzustehen

Für unsere letzte Wanderung auf den Großen Rachel im Bayerischen Wald haben wir unseren Wecker auf 5 Uhr gestellt. Wir wollten genug Zeit haben, um entspannt auf den Berg zu wandern.

Als Erinnerung und Einblick in die Tour habe ich mich mal daran gewagt die Highlights der Wanderung in einem Video zusammenzufassen.

Während unserer Tour ist mir klar geworden, warum wir unseren Wecker das nächste Mal wieder so früh stellen sollten.

1. Wenig Verkehr auf Straßen und Wanderwegen

Gleich zu Beginn ist mir aufgefallen wie wenig Verkehr am frühen Morgen unterwegs ist. Wir sind ohne Verzögerung angekommen und konnten unsere Tour pünktlich starten.

Außerdem sind wir während der Wanderung nur gelegentlich anderen Wanderern begegnet. An allen Hotspots unserer Tour waren wir allein und auch am Gipfel waren kaum andere Leute.

2. Klare, frische Luft

Als wir los wanderten war die Luft am Morgen noch ganz klar. Es tat so gut die klare, frische Luft einzuatmen, dabei wurden wir sogar noch wacher.

3. Angenehme Temperatur

Am Morgen herrschen noch angenehme Temperaturen, sodass man nicht sofort ins schwitzen gerät sobald es bergauf geht. Dabei fällt einem der Aufstieg leichter.

4. Außergewöhnliche Stimmung

Auch die Stimmung in der Früh ist unbezahlbar. Die Sonne geht auf, das Licht ist warm und intensiv. Die Vögel beginnen zu zwitschern, alles wird wach und man ist bereits in der Natur unterwegs, ein tolles Gefühl.

5. Mehr vom Tag haben

Ein weiterer Vorteil früh mit einer Tour zu starten ist, dass man genug Zeit hat eine längere Wanderung zu gehen. Oder man ist bereits nachmittags wieder im Tal und kann den restlichen Tag noch entspannt genießen. So wie wir zum Beispiel mit Kaffee und Kuchen in der Racheldiensthütte.

Wandern Kaffee und Kuchen

Mindful Running – Mit achtsamen Laufen zu mehr Freude und Gelassenheit

Bei „Mindful Running“, dem sogenannten achtsamen Laufen, geht es bewusst nicht darum, möglichst schnell oder weit zu laufen. Es geht darum, zur Ruhe zu kommen und ganz bei sich zu sein. Du sollst dadurch glücklicher, gesünder und konzentrierter werden.

Kennst du das auch?

Deine Laufuhr vibriert, du blickst automatisch aufs Display, hast eigentlich einen lockeren Lauf vor, bist aber dennoch von deiner Zeit enttäuscht?

Seitdem ich nur noch selten an Laufwettkämpfen teilnehme und daher keinem Trainingsplan mehr folge, ist mir aufgefallen wie sehr meine Laune während dem Laufen von meiner Sportuhr abhängt. Ich möchte zum Beispiel nach der Arbeit einfach locker laufen um den Kopf freizubekommen, fühl mich aber dennoch gehetzt und unter Druck gesetzt, sobald ich einen Blick auf meine Laufuhr werfe. Entspannung Fehlanzeige. Um meinen eigenen Erwartungen und dem Selbstoptimierungsdruck des Höher-Schneller-Weiter zu entkommen, bin ich also ohne Laufuhr losgezogen und habe ziemlich schnell gemerkt wie gut mir das tut.

Der Weg zum achtsamen Laufen

Diese Schritte haben mir geholfen achtsamer zu laufen und nach einem Lauf entspannter und glücklicher zu sein.

1. Laufen ohne Zeitnahme

Wer der Versuchung seinen Schnitt zu checken widerstehen möchte, lässt die Sportuhr einfach aus oder wie ich ganz zuhause. Ich warn dich aber schon einmal vor dem ungewohnten Gefühl „am Handgelenk fehlt doch etwas“ vor. Wer die erreichten Kilometer für seine Auswertung dokumentiert haben möchte, kann seine Uhr natürlich auch einfach lautlos stellen.

2. Bewusste Vorbereitung

Um eine gewisse Distanz zum oftmals hektischen Alltag zu bekommen, hilft es mir bereits vor dem Lauf in aller Ruhe meine Sportkleidung anzuziehen. Auch ein paar tiefe Atemzüge lassen mich runterkommen und helfen den Alltag hinter mir zu lassen. Du kannst aber auch mit einer Achtsamkeitsübung starten, indem du dich zum Beispiel 5 Minuten still an eine Wand oder einen Baum lehnst und einfach den Geräuschen der Umgebung lauscht.

3. Auf den Körper achten

Anstatt während dem Laufen auf meine Kopfhörer zu lauschen, lass ich diese zuhause und achte auf meinen Körper, meinen Atem und meine Schritte. Dabei entwickle ich ein intensiveres Körpergefühl und merke, was mir gut tut. Außerdem kann ich dabei nicht nur meinen Beinen, sondern auch meinen Gedanken freien Lauf lassen. Dabei vermeide ich es zu sehr über den bisherigen Tag nachzugrübeln oder mir zu überlegen, was ich heute noch erledigen muss, sondern versuche mit meinen Gedanken einfach im Hier und Jetzt zu sein. Du kannst dir zum Beispiel Fragen stellen wie: Atmest du durch den Mund oder die Nase? Atmest du hektisch oder ruhig? Machst du große oder kleine Schritte? Setzt du deine Füße leise oder laut auf? Du kannst auch in dich hinein fühlen, hast du an irgendeiner Stelle im Körper Schmerzen oder schwere Beine? Was geht dir gerade durch den Kopf?

4. Auf die Umgebung achten

Viel entspannter und entschleunigter erlebe ich meinen Lauf, wenn ich auf den Moment und meine Umgebung achte. Ich lass meinen Blick in der Natur schweifen. Höre auf das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Bäume und das Rascheln des Laubs unter meinen Füßen. Ich nehme die Pflanzen und Bäume um mich herum wahr. Ich achte auf das Wetter und genieße es, egal ob die Sonne scheint, der Wind weht oder der Regen prasselt. Meist entscheide ich mich während dem Lauf spontan für Wege oder Abzweigungen, die ich neu für mich entdecken kann. Laufe bergauf und bergab, kreuz und quer und nehme jedes Hindernis mit über das ich springen kann. Ich lass mich sozusagen einfach treiben und genieße die Natur. Oft bleibe ich auch einfach stehen, um noch intensiver in meine Umgebung einzutauchen. Das Stehenbleiben kostete mich anfangs ehrlich gesagt ziemlich Überwindung. Ich fühlte mich immer schwach, wenn ich nicht durchlief. Geht dir das auch so? Wann hast du dir das letzte mal erlaubt während einem Lauf einfach einmal stehen zu bleiben und zu genießen?

5. Den Lauf entspannt beenden

Meist beende ich einen solchen Lauf mit einem Cool-Down. Dabei gehe ich mich ein paar hundert Meter aus oder dehne mich. Sauge die Natur um mich herum noch einmal auf und bin dankbar für die schöne Umgebung, die frische Luft und die Ruhe um mich herum. Mit einem achtsamen Laufstil und ohne einem zeitlichen Ergebnis, das ich mit meinen anderen Läufen vergleichen könnte, beende ich den Lauf einfach viel zufriedener, ausgeglichener und glücklicher.

achtsamenes laufen dehnen

Die Vorteile des achtsamen Laufens

  • Abbau des Alltagsstress
  • Entspannung von Körper und Geist
  • Verbessertes Körperbewusstsein
  • Mehr im Hier und Jetzt und weniger am Grübeln
  • Innere Ruhe und Gelassenheit
  • Verbesserte Konzentration, Klarheit und Fokus
  • Stärkeres positives Denken
  • Mehr Freude und Spaß beim Laufen

Vielleicht kannst du während du läufst auch nicht richtig abschalten und machst dir selbst den Druck noch höher, schneller oder weiter laufen zu müssen. Dann probier doch einfach aus wie sich ein achtsamer Laufstil für dich anfühlt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was du mir davon berichtest.

Sprossen im Sprossenturm einfach selber ziehen | Anleitung

Ich wollte schon immer einmal Sprossen selber ziehen, anstatt ständig welche kaufen zu müssen. So wurde es bei mir dieser Sprossenturm, da mir die Handhabung ziemlich einfach erschien.

Sprossenturm Bestandteile

In diesem Beitrag habe ich ein paar Fragen zusammengetragen, die mir anfangs noch unklar waren. Meine Erfahrung mit dem Sprossenziehen soll dir aber nun für deinen Start helfen.

Welche gesundheitlichen Vorteile hat das Sprossenziehen?

Sprossen sind super gesund. Sie haben viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Außerdem haben sie einen hohen Eiweißgehalt, was gerade für Vegetarier von Vorteil ist. Sprossen wirken zudem entsäuernd, entzündungshemmend und entgiftend.

Welches Saatgut kann ich verwenden ?

Ich hab mir für den Anfang erst mal Radieschen-, Alfalfa– und Kressesamen gekauft. Ergänzt habe ich diese Saaten mit Kichererbsen und Mungobohnen, die ich noch zuhause hatte. Prinzipiell kannst du aber alle Samen und Hülsenfrüchte verwenden, die du noch zuhause hast.

Sprossen Saaten

Wie bringe ich die Sprossen zum keimen?

Du solltest unbedingt auf die Hygiene achten. Das feuchte Milieu im Keimgefäß bietet nämlich leider eine gute Grundlage für Bakterien. Das heißt den Sprossenturm bzw. das Keimgerät vor der Benutzung heiß ausspülen und die Hände gut waschen.

Damit die Saaten schneller keimen sollten sie vorher in Wasser eingeweicht werden. Für jede Keimschale ca. vier Esslöffel Saaten.

  • Hülsenfrüchte wie Mungobohnen, Kichererbsen und Linsen ca. 12 Stunden einweichen
  • Samen wie Kresse, Radieschen oder Alfalfa ca. 6 Stunden einweichen

Nach dieser Zeit ca. vier Esslöffel der Saaten in einer Lochschale verteilen, sodass der Boden bedeckt ist, die Samen aber nicht zu sehr übereinander liegen.

Sprossenturm

Anschließend die Keimschalen auf die Wasserschale aufsetzen und mit ca. 200 ml Wasser von oben langsam durchspülen.

Deckel schließen und an einen Ort mit ca. 20 Grad stellen.

Jeden Morgen und Abend durchspülen.

Je nach Saat sind die Sprossen in 4-8 Tage verzehrfertig oder können im Kühlschrank aufbewahrt werden.

gekeimte Sprossen

Wie kann ich die gekeimten Sprossen verwenden?

Gekeimte Sprossen passen super in Salate, Suppen oder einfach aufs Butterbrot. Ich streue sie fast über all meine Gerichte.

Sprossen Butterbrot

Dann wünsche ich euch schon mal gutes Gelingen und einen guten Appetit!

Mit dem Rad zur Arbeit | Meine Motivation im Winter

Als ich letztes Frühjahr Vollzeit zu arbeiten begonnen hab, ist mir klar geworden, dass die Zeit für Sport leider nur noch begrenzt ist, denn Zeit fürs Kochen möchte ich mir weiterhin nehmen und der restliche Haushalt gehört sich schließlich auch gemacht. Daher wollte ich meine übrige Zeit so sinnvoll wie möglich nutzen und wandelte die tägliche Zeit, die ich im Auto am Arbeitsweg verbrachte, in Sportzeit um. So sitze ich nun fast täglich auf meinem Fahrrad in Richtung Arbeit.

Anfangs dachte ich noch, dass ich im Winter, wenn es kalt, nass und dunkel ist, wieder aufs Auto umsteigen werde. Aber Nein, ich hab ziemlich schnell gemerkt wie gut mir das Radfahren, sowohl körperlich als auch geistig, tut. Manchmal kostet es am Morgen zwar Überwindung, sich bei Kälte aufs Rad zu schwingen, aber dann denke ich an die folgenden Gründe, die mich immer wieder davon überzeugen und motivieren es doch zu tun.

1. Energie tanken

Ich genieße es so sehr an der frischen Luft zu sein. Am Morgen werde ich durch die frische Luft richtig schön geweckt, sodass ich putzmunter in der Arbeit ankomme. Nach dem Bürotag mit eher stickiger Luft, bringt mir der frische Sauerstoff neue Energie zurück.

2. Kopf frei bekommen

Nach einem anstrengenden Arbeitstag tut mir das Radfahren richtig gut, um tief durchzuatmen und den Kopf abzuschalten. Ich vermeide es dabei über Dinge, die ich zuhause noch erledigen muss, nachzudenken. Ich möchte ganz im Hier und Jetzt sein. Außerdem bemühe ich mich die Umgebung mit all meinen Sinnen achtsam aufzunehmen und alles Schöne in der Natur zu hören, zu riechen und zu sehen. So komme ich ganz entspannt zu Hause an.

3. Abwehrkräfte stärken

Das Immunsystem wird durch die unterschiedlichen Kälte- und Wärmereize und der Bewegung an der frischen Luft gestärkt. Voraussetzung ist natürlich, dass man auf dem Rad passend gekleidet ist und nicht friert.

4. Ruhe genießen

An kälteren Wintertagen ist auf meinem Weg meistens nicht viel los, sodass ich nicht so sehr auf andere Leute Acht geben muss und die Ruhe genießen kann. Ich finde das ist wirklich ein toller Ausgleich zum oftmals hektischen Arbeitstag.

5. Trainingsnebeneffekt erzielen

Super ist natürlich das gute Gefühl, das ich bekomme, wenn ich bereits draußen war und mich sportlich betätigt hab. So hab ich zuhause nicht mehr den Drang Sport zu machen bzw. kein schlechtes Gewissen wenn ich nicht aktiv war.

6. Umwelt schonen

Was mich auch immer wieder erfreut ist die Tatsache, dass das Radfahren die Umwelt schont. Man verbraucht keinen Sprit und spart sich gleichzeitig Geld, wenn das Auto nicht mehr so oft getankt werden muss.

Und für alle die sich trotzdem noch denken, es ist doch viel …

zu kalt, wärmere Kleidung gibt es immer

zu nass, solange es in der Früh nicht regnet und man nicht völlig durchnässt in der Arbeit ankommt, ist auch das keine Ausrede

zu dunkel, ich habe einen recht guten Rhythmus gefunden, den ich nur empfehlen kann. Abfahrt zwischen 7:00 und 7:30 Uhr und Heimfahrt zwischen 16:00 und 16:30 Uhr, zu diesen Zeiten ist es meist hell. Außerdem gibt es ja Fahrradleuchten.

Vielleicht kann sich der ein oder andere auch im Winter dazu motivieren auf sein Rad zu steigen oder es einfach mal auszuprobieren. Warum fährst du gerne im Winter mit dem Rad? Lass mir gerne einen Kommentar da.

Also dann, genießt das Gefühl während und nach der Fahrt und tut eurem Körper & Geist etwas Gutes!