Wanderung auf den Großen Rachel | Bayerischer Wald

Für unsere letzte Wanderung auf den Großen Rachel im Bayerischen Wald haben wir unseren Wecker auf 5 Uhr gestellt. Wir wollten genug Zeit haben, um entspannt auf den Berg zu wandern.

Als Erinnerung und Einblick in die Tour habe ich die Highlights der Wanderung in einem Video zusammenzufassen.

Während der Wanderung kamen wir an dem schönen Rachelsee vorbei. Von der Rachelkapelle hat man einen wunderschönen Ausblick auf den See.

Als Abschluss der Wandertour gab es für uns noch einen Rhababerkuchen in der Racheldiensthütte.

Wandern Kaffee und Kuchen

Mindful Running – Mit achtsamen Laufen zu mehr Freude und Gelassenheit

Bei „Mindful Running“, dem sogenannten achtsamen Laufen, geht es bewusst nicht darum, möglichst schnell oder weit zu laufen. Es geht darum, zur Ruhe zu kommen und ganz bei sich zu sein. Du sollst dadurch glücklicher, gesünder und konzentrierter werden.

Kennst du das auch?

Deine Laufuhr vibriert, du blickst automatisch aufs Display, hast eigentlich einen lockeren Lauf vor, bist aber dennoch von deiner Zeit enttäuscht?

Seitdem ich nur noch selten an Laufwettkämpfen teilnehme und daher keinem Trainingsplan mehr folge, ist mir aufgefallen wie sehr meine Laune während dem Laufen von meiner Sportuhr abhängt. Ich möchte zum Beispiel nach der Arbeit einfach locker laufen um den Kopf freizubekommen, fühl mich aber dennoch gehetzt und unter Druck gesetzt, sobald ich einen Blick auf meine Laufuhr werfe. Entspannung Fehlanzeige. Um meinen eigenen Erwartungen und dem Selbstoptimierungsdruck des Höher-Schneller-Weiter zu entkommen, bin ich also ohne Laufuhr losgezogen und habe ziemlich schnell gemerkt wie gut mir das tut.

Der Weg zum achtsamen Laufen

Diese Schritte haben mir geholfen achtsamer zu laufen und nach einem Lauf entspannter und glücklicher zu sein.

1. Laufen ohne Zeitnahme

Wer der Versuchung seinen Schnitt zu checken widerstehen möchte, lässt die Sportuhr einfach aus oder wie ich ganz zuhause. Ich warn dich aber schon einmal vor dem ungewohnten Gefühl „am Handgelenk fehlt doch etwas“ vor. Wer die erreichten Kilometer für seine Auswertung dokumentiert haben möchte, kann seine Uhr natürlich auch einfach lautlos stellen.

2. Bewusste Vorbereitung

Um eine gewisse Distanz zum oftmals hektischen Alltag zu bekommen, hilft es mir bereits vor dem Lauf in aller Ruhe meine Sportkleidung anzuziehen. Auch ein paar tiefe Atemzüge lassen mich runterkommen und helfen den Alltag hinter mir zu lassen. Du kannst aber auch mit einer Achtsamkeitsübung starten, indem du dich zum Beispiel 5 Minuten still an eine Wand oder einen Baum lehnst und einfach den Geräuschen der Umgebung lauscht.

3. Auf den Körper achten

Anstatt während dem Laufen auf meine Kopfhörer zu lauschen, lass ich diese zuhause und achte auf meinen Körper, meinen Atem und meine Schritte. Dabei entwickle ich ein intensiveres Körpergefühl und merke, was mir gut tut. Außerdem kann ich dabei nicht nur meinen Beinen, sondern auch meinen Gedanken freien Lauf lassen. Dabei vermeide ich es zu sehr über den bisherigen Tag nachzugrübeln oder mir zu überlegen, was ich heute noch erledigen muss, sondern versuche mit meinen Gedanken einfach im Hier und Jetzt zu sein. Du kannst dir zum Beispiel Fragen stellen wie: Atmest du durch den Mund oder die Nase? Atmest du hektisch oder ruhig? Machst du große oder kleine Schritte? Setzt du deine Füße leise oder laut auf? Du kannst auch in dich hinein fühlen, hast du an irgendeiner Stelle im Körper Schmerzen oder schwere Beine? Was geht dir gerade durch den Kopf?

4. Auf die Umgebung achten

Viel entspannter und entschleunigter erlebe ich meinen Lauf, wenn ich auf den Moment und meine Umgebung achte. Ich lass meinen Blick in der Natur schweifen. Höre auf das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Bäume und das Rascheln des Laubs unter meinen Füßen. Ich nehme die Pflanzen und Bäume um mich herum wahr. Ich achte auf das Wetter und genieße es, egal ob die Sonne scheint, der Wind weht oder der Regen prasselt. Meist entscheide ich mich während dem Lauf spontan für Wege oder Abzweigungen, die ich neu für mich entdecken kann. Laufe bergauf und bergab, kreuz und quer und nehme jedes Hindernis mit über das ich springen kann. Ich lass mich sozusagen einfach treiben und genieße die Natur. Oft bleibe ich auch einfach stehen, um noch intensiver in meine Umgebung einzutauchen. Das Stehenbleiben kostete mich anfangs ehrlich gesagt ziemlich Überwindung. Ich fühlte mich immer schwach, wenn ich nicht durchlief. Geht dir das auch so? Wann hast du dir das letzte mal erlaubt während einem Lauf einfach einmal stehen zu bleiben und zu genießen?

5. Den Lauf entspannt beenden

Meist beende ich einen solchen Lauf mit einem Cool-Down. Dabei gehe ich mich ein paar hundert Meter aus oder dehne mich. Sauge die Natur um mich herum noch einmal auf und bin dankbar für die schöne Umgebung, die frische Luft und die Ruhe um mich herum. Mit einem achtsamen Laufstil und ohne einem zeitlichen Ergebnis, das ich mit meinen anderen Läufen vergleichen könnte, beende ich den Lauf einfach viel zufriedener, ausgeglichener und glücklicher.

achtsamenes laufen dehnen

Die Vorteile des achtsamen Laufens

  • Abbau des Alltagsstress
  • Entspannung von Körper und Geist
  • Verbessertes Körperbewusstsein
  • Mehr im Hier und Jetzt und weniger am Grübeln
  • Innere Ruhe und Gelassenheit
  • Verbesserte Konzentration, Klarheit und Fokus
  • Stärkeres positives Denken
  • Mehr Freude und Spaß beim Laufen

Vielleicht kannst du während du läufst auch nicht richtig abschalten und machst dir selbst den Druck noch höher, schneller oder weiter laufen zu müssen. Dann probier doch einfach aus wie sich ein achtsamer Laufstil für dich anfühlt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was du mir davon berichtest.

Mit dem Rad zur Arbeit – Meine Motivation im Winter

Als ich letztes Frühjahr Vollzeit zu arbeiten begonnen hab, ist mir klar geworden, dass die Zeit für Sport leider nur noch begrenzt ist, denn Zeit fürs Kochen möchte ich mir weiterhin nehmen und der restliche Haushalt gehört sich schließlich auch gemacht. Daher wollte ich meine übrige Zeit so sinnvoll wie möglich nutzen und wandelte die tägliche Zeit, die ich im Auto am Arbeitsweg verbrachte, in Sportzeit um. So sitze ich nun fast täglich auf meinem Fahrrad in Richtung Arbeit.

Anfangs dachte ich noch, dass ich im Winter, wenn es kalt, nass und dunkel ist, wieder aufs Auto umsteigen werde. Aber Nein, ich hab ziemlich schnell gemerkt wie gut mir das Radfahren, sowohl körperlich als auch geistig, tut. Manchmal kostet es am Morgen zwar Überwindung, sich bei Kälte aufs Rad zu schwingen, aber dann denke ich an die folgenden Gründe, die mich immer wieder davon überzeugen und motivieren es doch zu tun.

1. Energie tanken

Ich genieße es so sehr an der frischen Luft zu sein. Am Morgen werde ich durch die frische Luft richtig schön geweckt, sodass ich putzmunter in der Arbeit ankomme. Nach dem Bürotag mit eher stickiger Luft, bringt mir der frische Sauerstoff neue Energie zurück.

2. Kopf frei bekommen

Nach einem anstrengenden Arbeitstag tut mir das Radfahren richtig gut, um tief durchzuatmen und den Kopf abzuschalten. Ich vermeide es dabei über Dinge, die ich zuhause noch erledigen muss, nachzudenken. Ich möchte ganz im Hier und Jetzt sein. Außerdem bemühe ich mich die Umgebung mit all meinen Sinnen achtsam aufzunehmen und alles Schöne in der Natur zu hören, zu riechen und zu sehen. So komme ich ganz entspannt zu Hause an.

3. Abwehrkräfte stärken

Das Immunsystem wird durch die unterschiedlichen Kälte- und Wärmereize und der Bewegung an der frischen Luft gestärkt. Voraussetzung ist natürlich, dass man auf dem Rad passend gekleidet ist und nicht friert.

4. Ruhe genießen

An kälteren Wintertagen ist auf meinem Weg meistens nicht viel los, sodass ich nicht so sehr auf andere Leute Acht geben muss und die Ruhe genießen kann. Ich finde das ist wirklich ein toller Ausgleich zum oftmals hektischen Arbeitstag.

5. Trainingsnebeneffekt erzielen

Super ist natürlich das gute Gefühl, das ich bekomme, wenn ich bereits draußen war und mich sportlich betätigt hab. So hab ich zuhause nicht mehr den Drang Sport zu machen bzw. kein schlechtes Gewissen wenn ich nicht aktiv war.

6. Umwelt schonen

Was mich auch immer wieder erfreut ist die Tatsache, dass das Radfahren die Umwelt schont. Man verbraucht keinen Sprit und spart sich gleichzeitig Geld, wenn das Auto nicht mehr so oft getankt werden muss.

Und für alle die sich trotzdem noch denken, es ist doch viel …

zu kalt, wärmere Kleidung gibt es immer

zu nass, solange es in der Früh nicht regnet und man nicht völlig durchnässt in der Arbeit ankommt, ist auch das keine Ausrede

zu dunkel, ich habe einen recht guten Rhythmus gefunden, den ich nur empfehlen kann. Abfahrt zwischen 7:00 und 7:30 Uhr und Heimfahrt zwischen 16:00 und 16:30 Uhr, zu diesen Zeiten ist es meist hell. Außerdem gibt es ja Fahrradleuchten.

Vielleicht kann sich der ein oder andere auch im Winter dazu motivieren auf sein Rad zu steigen oder es einfach mal auszuprobieren. Warum fährst du gerne im Winter mit dem Rad? Lass mir gerne einen Kommentar da.

Also dann, genießt das Gefühl während und nach der Fahrt und tut eurem Körper & Geist etwas Gutes!

Rodelspaß | Hochfilzen, Österreich

Als wir letztens in Hochfilzen/ Österreich waren, wanderten wir zum Abendessen auf die Hoametzl Hütte. Der 1500 Meter lange Aufstieg ging vom Parkplatz in Warming direkt über die Rodelbahn hinauf. Der Weg war mit einer Lichterkette ausgeleuchtet, was richtig romantisch aussah.

Oben angekommen bekamen wir zur Belohnung einen sogenannten Tatarenhut zu essen. Ich kannte das zuvor nicht, ist aber vergleichbar mit Fondue. An den Hut konnte man Fleisch Stücke hängen, die dann gebraten wurden. Am unteren Rand befand sich eine „Saftrinne“ mit klein geschnittenem Gemüse, das mit Brühe aufgegossen wurde. Dazu gab es noch Beilagen wie Salat, Brot, Kartoffeln und Soßen.

Tatarenhut Essen

Nach unserem Mahl, ging es mit dem Schlitten zurück ins Tal. Diese konnte man sich für 2€ bei der Hoametzl Hütte leihen. Ich bin seit Ewigkeiten nicht mehr gerodelt, muss das aber definitiv bald wieder machen. War eine riesen Gaudi.

Rodeln
Rodelfahrt

Snowboarden und Langlaufen | Schladming, Österreich

Mein Freund und ich haben über Weihnachten und Silvester zwei Wochen Urlaub. Natürlich haben wir gehofft, dass Frau Holle uns mit reichlich Schnee bedeckt… ist aber leider nichts daraus geworden… Nun gut hilft ja nichts, wenn bei uns schon kein Schnee liegt müssen wir halt zum Schnee. Glücklicherweise waren die Eltern von meinem Freund zusammen mit Freunden auf einer Hütte in Schladming/ Österreich und hatten noch zwei Betten für uns frei. So konnten wir sie für eine Nacht besuchen. Die Hütte lag weit oben am Berg, traumhaft in der Natur. Da würde man am liebsten wohnen bleiben.

Schladming Hütte

Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns. Wir hatten an beiden Tagen strahlenden Sonnenschein. Den ersten Tag nutzen wir zum Snowboarden im Skigebiet Hauser Kaibling/ Schladming.

Unsere Einkehr mittags muss ich wirklich erwähnen, denn das Essen war unglaublich lecker. Es gab einen Hirseburger mit buntem Salat (Mais, Bohnen, Linsen Karotten und vieles mehr). Der Preis war mit 7,80€ für den Burger völlig in Ordnung, ein Quellwasser kostete sogar nur 60ct!

Am zweiten Tag waren wir (wieder bei Kaiserwetter) Langlaufen in Ramsau. Die Loipengebühr von 15€ ist nicht ganz billig, aber dafür bekommt man weitläufige und sehr breite Loipen, was das Laufen in beide Richtungen und Überholen sehr einfach macht. Anschließend machten wir uns schweren Herzens wieder auf den Heimweg, um das Jahr mit meiner Schwester und ihrem Mann entspannt Zuhause ausklingen zu lassen.

Die Erkenntnis des Trips: Spontane Ausflüge geben einem das Gefühl länger im Urlaub gewesen zu sein und viel erlebt zu haben. Super Sache, öfter wieder!